Berlin hat dem Rap schon viele Facetten gegeben, mit Han Solo kommt eine neue dazu. Englisch rappt er, streut ein paar deutsche Worte ein, repräsentiert Schöneberg und Kreuzberg, und kommt aus Südkorea. Vor 25 Jahren zog es Han Oh nach Berlin, aktiv war er im Graffiti und Producing, jetzt kommt seine erste Scheibe. Beim Titeltrack der Single fällt direkt der Rapstyle von Han Solo auf, der von Stimme und Flow ein wenig an Urgestein Ono (Walkin’ Large) erinnert. Fat Jon und der Gesang von Vivian runden die mit einem sehr leichten, relaxten Beat ausgestattete Nummer ab. „The Sun“ huldigt danach, ebenfalls featuring Vivian, mit südamerikanischem Flair der Sonne. Auf der B-Seite gibt es noch zwei weitere Songs, „Timeless“, das mit Asia-Sounds spielt, und die Berlin-Reise „Von Nolle bis Kotti“. Eine durchweg interessante Platte, die ein paar neue Berliner Seiten öffnet. Wertung 7/10.