Ganz nach oben haben sie es nie geschafft und das wird ihnen auch nicht mehr mit dem siebten Album gelingen, aber das macht auch nichts. Good Riddance können sich dagegen mit dem Preis des Publikumsliebling schmücken und dank Russ Rankin auch mit dem der intelligentesten Texte. Good Riddance sind das für den Punkrock, was Sick of it all für den Hardcore sind: ein progressiver Antriebsmotor. Und so gibt es auch elf Jahre nach dem Debüt „For God & Country“ keine Zweifel, dass auch das neue Album der Band aus Santa Cruz wieder überzeugen kann. Frisch und spritzig kommen die 14 Songs daher, etwas punkiger. Der Hardcore-Einfluss wurde auf dem neuen Werk jedenfalls heruntergeschraubt. Markerschütternde Melodien, ungezügelte Energien und ein antreibender Russ Rankin, so kennt und liebt man Good Riddance. Trotzdem fehlt es dem neuen Material an richtigen Hits, teilweise weil die Songs wie „Up To You“ etwas sperriger sind, teilweise weil die Hooks nicht so eingängig sind. Das macht „My Republic“ keinesfalls zu einem schlechteren Album, aber auch nicht zu einem neuen Klassiker. Good Riddance bleiben da wo sie waren: auf einem verdammt hohen Niveau. Wertung 8/10.