Nichts Neues unter der Sonne. Ob dies negativ oder positiv oder gar nicht wertend einzuschätzen ist, soll jeder selbst herausfinden. Erst im April hat Gitarrist Thorsten Wingenfelder sein deutschsprachiges Solo-Album rausgebracht und jetzt schon wieder im Studio bzw. auf der Bühne mit Fury. Eine gewisse künstlerische Kreativität scheint also nicht zu versiegen. Um den anarchischen Titel: „Every heart is a revolutionary cell“ jedoch direkt einmal abzuschwächen, so gestehen die Furys selber ein, dass sie sich „... mit diesen neuen Songs auf die Suche nach der revolutionären Zelle in uns (also: in ihnen selbst)“ begeben und meinen damit, den Tiefgang ihrer Musik. Textlich mag dies so sein, rein musikalisch erlebt man ein typisches Fury-Album, das durch sehr eingängige Melodien und treibende Rhythmen darauf ausgerichtet zu sein scheint, ein hohes Maß an Live-Kompatibilität zu erreichen. Angesichts des im nächsten Jahr anstehenden 20-jährigen Bestehens, das die Band sicherlich auf Jubiläumstour führen wird, kein verwunderliches Vorhaben. Bei dem aktuellen Album ist es jedenfalls so: Wer Fury hören will, kriegt sie, so wie sie sind und immer waren, ob in solch energiegeladenen Songs wie „As long as you believe in me“, „Gold“, „Wasted“ oder durch eher sanft angeschlagene Töne wie in „Where you fly“, „POW“, „Soon to come“, „Winterday“ und vor allem in „Homesick“. Ab November sind sie dann wieder auf Tour zu sehen. Wertung 7/10.