Hier passt der Bandname wohl mal wirklich. Fucked Up sind anscheinend echt total verrückt. Der Manager hat angeblich noch kein einziges Livekonzert seiner Band gesehen, drei Viertel der Band ist in psychotherapeutischer Behandlung, eine Europatournee wurde verweigert, weil sich die Mitglieder untereinander so hassen, keiner aus der Band besitzt Handys, der Gitarrist Concentration Camp musste seinen Namen aufgrund von Protest aus den Medien in Gulag ändern, manchmal dürfen Fucked Up aus rechtlichen Gründen nur unter dem Namen „Hidden World“ auftreten – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Musikalisch verstärkt sich dieser Eindruck noch, denn „Hidden World“ ist mit seiner Spielzeit von 72 Minuten alles andere als ein herkömmliches Punk-Album. Im Durchschnitt sind die dreizehn wütenden und brutalen Songs fünf Minuten lang und verwirren mit ihren verstörenden Melodien und ihrer Länge. Dazu kommen dann manchmal noch Violinen, eingespielt von The Arcade Fire Mitglied Owen Pallet. Von The Arcade Fire? Ja klar, die größten Fans von Fucked Up sind The Arcade Fire, Bloc Party und Pulps Jarvis Cocker. Da haben wir es noch mal: Die Band ist einfach verrückt. Wertung 8/10.