Das Album beginnt standesgemäß. Kieran Hebden legt bei seinem Beitrag zur DJ Kicks Reihe dunklen, langsamen Electro auf. Doch dabei bleibt es nicht, und auf den insgesamt 20 Tracks gibt es wirklich alles von Curtis Mayfield bis Group Home zu hören, von Techno, Jazz, Soul, Funk bis HipHop. Das passt, mag man meinen, nicht wirklich zusammen, ist jedoch intelligent gemixt. Und so kommt es, dass die eigentlich schroffen Übergänge verwischen und der Flow den Hörer mit sich zieht. Trotz der vielseitigen Einflüsse bleibt die Scheibe dem Electro in seinen unterschiedlichen Ausprägungen treu und präsentiert ausgeprägte Frickel-Arbeit. Nichts für den Dancefloor also, Ausnahmen inklusive. Damit liegt der Londoner gar nicht so weit weg von seinem Soloprojekt Four Tet, das schon drei Alben hervorgebracht hat, und dessen Song „Pockets“ er auch hier spielt. Eine abwechslungsreiche Mixstunde, auch wenn die Zusammenhänge nicht immer klar werden. Wertung 7/10.