Von Form One noch nicht gehört? Wer das Solodebüt „Meet Johnny Rhino“ einlegt, dem ist gleich klar, hier rappt ein Schwede. Dieser relaxte, weiche runde Sound, wie ihn Looptroop über Europa verbreiteten. Dessen Produzent Embee wurde 1998 auf Form One aufmerksam und ließ ihn auf sein Mixtape. 2001 dann schloss sich Form One (Johan Reingold) mit anderen MC’s zu der Gruppe Loose Cannons zusammen. Seit einigen Jahren verfolgt der Schwede jedoch wieder seinen eigenen Weg und so hat er jetzt seit 2004 mit seinem Produzent Astma an seinem ersten Album gearbeitet. Es ist schwierig den typischen Schweden-Sound in Worte zu fassen, aber Form One hat ihn. Vor allem gibt es viel Rap, Rap und Rap, Form One rappt ohne Ende, die Geschichten gehen ihm nicht aus. Und so braucht auf den erstklassigen Beats von unter anderem Soul Supreme, DJ Large und Michel Rocwell, kaum Features. Das liegt jedoch nicht daran, dass er keine bekommen hätte, denn mit AG (D.I.T.C.) hat er auf „Kill That Noise“ einen richtigen Smasher. Dazu kommen Sean Price, Chino XL und Yak Ballz. Fom One’s bewegte und leidenschaftliche Art zu rappen macht einfach Spaß, auch wenn die Themen nicht immer nur just for fun sind, wie auf dem selbstreflexiven „Comin’ Home“, das einige Herzen bewegen dürfte. Es wird sowieso schnell klar, dass es sich hier um ein Album handelt, das direkt aus dem Herzen von Form One kommt: nichts ist aufgesetzt, alles wird überlegt und gereift. Wer auch schon auf Looptroop abging, wird an diesem durch und durch überzeugenden Album seine Freude haben. Wie auf „C.O.P.S.“ werden die Beats jedoch auch mal bombastischer und Form One feuert zusammen mit Yak Ballz in die Menge. An dieser Stelle wird klar, dass etwas mehr Aggressivität der Scheibe gut getan hätte, das Spektrum des Schweden ist noch eine Spur zu einseitig. Diejenigen, die es sowieso etwas smoother mögen, wird das nicht stören. Wertung 8/10.