Estate - The Opposite of Indifference
Record of the Year VÖ: 01.09.2006
Die Alpenrepublik Österreich ist eigentlich für ruhige und harmonische Kost bekannt, Estate aus Linz drehen dieses Bild aber um. Mit neuem Sänger wurde das zweite Album (nach „Unsound“) eingespielt, das einen aggressiven Hardcore-Mix liefert. Auffallende Charakteristika des Sounds sind die ausgefeilte Gitarrenarbeit und die massiven Screamings. Mit diesem Stil stehen Estate nicht alleine dar, eine ganze Welle neuer Bands überflutet uns damit, aber die Österreicher gehören sicherlich zu den herausragendsten Vertretern. Das liegt zum einen daran, dass das Album sehr gut produziert ist (gemixt und gemastert in den Principal Studios in Münster, wo auch Waterdown, Caliban oder die H-Blockx waren), zum anderen aber, und das viel mehr, dass das Songwriting komplex und durchweg überzeugend ist. Die 12 Songs sind allesamt kompakt und auf den Punkt gespielt. Kein unnötiger Ballast stört die Entfaltung von gnadenloser Energie und zielgerichteter Brutalität. Gleichwohl fällt es schwer, hier eine Nummer herauszuheben, was allerdings für die Homogenität und durchgängige Qualität des ganzen Albums spricht. „The Opposite of Indifference“ sollte man 2006 gehört haben. Wertung 8/10.