Eigentlich ist Eric Bachmann ja eher als Crooked Fingers Frontmann denn als Folk Singer/Songwriter bekannt. Dieser Eindruck wird sich mit “To The Races” wohl aber ändern, denn mit seinem neuen Album begibt sich Bachmann zur Abwechslung das erste Mal auf Solo-Pfade. Und das funktioniert eigentlich auch ziemlich gut, denn Bachmanns klare, warme und ausdrucksvolle Stimme scheint perfekt geeignet für Ausflüge ins folkige Akustiklager. Die zehn Songs des Albums klingen karg, nachdenklich und musikalisch reduziert – Bachmanns Stimme, Gitarre und Mundharmonika stehen hier klar im Zentrum der Aufmerksamkeit, lediglich einige wenige Male vernimmt man Backgroundsängerinnen und Geigentöne. Kein Wunder, denn „To The Races“ wurde ziemlich spartanisch in Eigenregie in einem Hotel irgendwo in North Carolina aufgenommen. Obwohl sehr traditionell und zu Zeiten auch balladesk klingend, erscheint „To The Races“ als ein wunderbar zeitloses Album, ein musikalischer Erfolg Bachmanns, der in dem wunderbaren Höhepunkt, „Carrboro Woman“ kulminiert. Wertung 7/10. Daniel Holder