Totgesagte leben doch länger!? Nach dem unglaublichen Erfolg von „Gheddo", der ersten Single-Auskopplung des 22-jährigen Talents Eko Fresh (1. Woche auf Platz 15 der Media Control Charts), erschien im Juni das langerwartete zweite Solo-Album „Hart(z)IV". Der Titelwechsel von „König von Deutschland" zu „Hart(z)IV" macht deutlich, was Eko in den letzten zwei Jahren so erlebt hat: Nach dem Flaschenwurf, dem Lungenriss und dem gefloppten Mixtape und anderen nicht gerade tollen Erlebnissen stellt Eko dar, wie es nun um ihm steht. In dem Interview, was ich mit ihm im Winter 2005 geführt habe, erzählte er noch, dass zwei Drittel des Albums deepe Tracks beinhalten sollen. Dank dem Rat des Berliner Rappers „Killa Hakan", schmiss er jedoch die deepen Tracks aus dem Album und versuchte seinem Namen „Eko Fresh" alle Ehre zu machen: Auf den 21 Tracks der limitierten Auflage von „Hart(z)IV" rappt Eko so sorgenlos, als hätte er nie was von einer fliegenden Flasche, Hasch-Muffins oder dem größten Rap-Beef in Deutschland gehört! Es sind durchweg Tracks, die stark an die erste LP oder sogar an sein erstes Release, der Bunker-EP, erinnern. Es würde hier den Rahmen sprengen, jeden einzelnen Tracks zu erwähnen. Nur soviel: Es gibt keinen einzigen Durchhänger, jeder Track ist einfach mal „fresh" und ist ein Argument für SonyBMG Eko nicht gehen zu lassen! Kleiner Kritikpunkt: Es war unnötig den Track „Türkenpimmel", der schon auf dem Mixtape war, auch nochmal als Bonus „zu verkaufen". Ich denke, dass so einige, die das Album im Laden sich angehört haben, sich sehr spontan entscheiden werden, Eko zu supporten und das Album kaufen. Damit dürfte ein, für Ekos Verhältnisse, guter Charteinstieg und seine musikalische Zukunft gesichert sein! Features: Die GermanDream-Crew, die La Honda-Boys, Bushido und Saad, Billy, Ayaz Kalpli, Killa Hakan und SD, der mit einen tollen Part voll und ganz überzeugt. Produziert haben neben dem GD-Produzenten Kingsize und Sti von Bozz-Music, der „Abrechnung-Produzent" DJ Rocky. Wertung 9/10.