Eat no fish - Make it home Artist Station Records VÖ: 28.07.2006
Auch wenn es „Eat no fish“ schon seit 1997 gibt, ist der Name immer noch gewöhnungsbedürftig. Angefangen hatte alles mit einem Demo-Tape, das den vier Musikern durch Gewinn des „Local heroes contest“, veranstaltet von Radio ffn, zu einem Major-Deal mit Virgin records verhalf und wie es halt immer der Lauf der Dinge ist: das Debütalbum „Greedy for life“ schlug 1999 ordentlich ein und ermöglichte es der Band deutschlandweit zu touren, während das Nachfolgealbum „Insane“ aus dem Jahr 2001 nur mittelmäßige Kritiken erhielt. Mittlerweile haben sie nicht nur ihren Gitarristen ausgewechselt, sondern außerdem auf dem bandeigenen Label Artist Station Records „Make it home“ produziert und auf den Markt geworfen. Darauf sind 11 sehr ausdrucksstarke und kraftvolle Songs, die teilweise, nicht nur auf Grund der Tatsache, das Maria Koch als Sängerin die einzige Frau im Quartett ist, an die „Guano apes“ erinnern, aber vielleicht scheint Niedersachsen ja einen entsprechenden Nährboden für diesen Stil bereitzustellen. Hier wären vor allem das wohl eher als Intro zu wertende „Step inside“, dann „Until you’re mine“, „Go again“ und „Some say“ zu nennen. Hier und da sind auch Anklänge von den „Cranberries“ zu vernehmen. Besonders sticht das balladeske, nahezu ohrwurmverdächtige „Sweet“ mit seinem im Refrain überraschenden Akkordwechsel hervor. Das mit über sechs Minuten längste Stück „One more second“ ist etwas psychodelisch angehaucht. Insgesamt zeigt die Mischung eine große Bandbreite an musikalischen Einflüssen und Ausflügen ins elektropoppige, was dem Album meiner Meinung nach etwas die Homogenität nimmt. Mir fehlt allerdings etwas der Druck, ein härterer Bass; die Abmischung ist doch eher poppig. Wertung 8/10.