Division Kent erzeugen mit Ihren Songs eine offenbar bewusst monotone, unterkühlte Stimmung, die teilweise an einen modernen „Abklatsch“ von Kraftwerk erinnert, wie etwa in „Monsterproof“ oder an Ultravox, z. B. in „Faraday Cage“, wohingegen gerade der einzige deutschsprachige Song „Tango 2000 (Schaut mich an)“ eindeutig in die Richtung verspätete oder etwa wieder hippe Neue Deutsche Welle geht und dabei vor allem an Annette Humpe und ihre Gruppe Ideal erinnert. Das ganze scheint hier gerade im Hinblick auf den 80er-Jahre-mäßigen Drumbeat in der House-Ecke anzusiedeln zu sein. Die Musik ist vor allem von einem leicht überladenen Touch neoromantischer Melancholie gepaart mit einem zwar heiter wirkenden aber doch einem Esprit der kalkulierten Gleichgültigkeit entspringenden Gesang geprägt, was durch den offensichtlichen Einsatz eines Vocoders wie etwa in „Chemical moon baby – Plein sud“ verstärkt wird. Wertung 7/10.