Soll ich ehrlich sein? Eigentlich finde ich das neue Delorean Album beschissen. Ich habe alles versucht, das Album bis zum Abwinken gehört, sogar mal abends nach der Disko total betrunken. Selbst das hat nichts genützt, irgendwie konnte ich mich nie mit „Into The Plateau“ anfreunden. Aber vielleicht sollte ich erklären warum: Delorean haben früher mal Postpunk gemacht und das ist eigentlich gar nicht so lange her, ihr letztes Album klang noch so, ähnlich wie Radio 4, schön Retro, Wavig mit viel 80er und Gang of Four Einfluss. Plötzlich machen die vier Jungs aus Katalonien Housemusik. Mit klitzekleinem Postpunk Einschlag – die letztjährige EP „The Metropolitan Death“ hatte es ja schon angekündigt. Ganz schön mutig dieser Schritt, denn „Into The Plateau“ polarisiert gewaltig, wie alleine hier schon unschwer zu erkennen ist. House/Trance-Fans werden am Album sicher Gefallen finden, ebenfalls solche die gerne über ihren musikalischen Tellerrand blicken. So oder so: Eine Ausrede, in der Indie-Disco House laufen zu lassen, hat man jetzt alle Mal. Wertung 5/10.