Dead To Me – Cuban Ballerina Fat Wreck VÖ 10.07.2006
Bei diesem Beziehungsgeflecht verwundert es wenig, dass mit „Cuban Ballerina“ schon das Debütalbum von Dead To Me auf Fat Wreck rauskommt. Sänger und Bassist Chicken ist ja schließlich Mailorderchef des kalifornischen Punklabels. Und aus solchen Positionen hat man bei Fat Wreck immer schon Vorteile ziehen können wie der Veröffentlichungskatalog des Labels zeigt. Doch sei fairerweise angemerkt, dass Dead To Me darüber hinaus noch die quasi Nachfolgeband der bekannten One Man Army sind und von daher musikalisch schon einiges vorzuweisen haben – der Klüngel-Vorwurf relativiert sich wohl wieder. „Cuban Ballerina“ legt dementsprechend hoffnungsvoll los, sehr druckvoll, mit einprägsamen Melodien und zwei Sängern, die sich perfekt ergänzen, eine Mischung aus schön rau und gleichzeitig melodisch gespieltem Punkrock, der an die Stiff Little Fingers und Buzzcocks erinnert. Leider verflachen die Songs zum Ende hin ein wenig, als „solide“ kann man „Cuban Ballerina“ aber trotzdem noch bezeichnen, vielleicht nur nicht ganz so gut wie die restlichen Fat Wreck Veröffentlichungen der letzten Zeit. Die 11 Songs sind aber nach 25 Minuten eh schon wieder vorbei. Wertung 6/10.