Ein Hit reicht manchmal. Daniel Benjamin hat einen. „Little Bird“ heißt der erste Song seines neuen Albums und lässt einen nicht mehr so schnell los. Aber: Es ist nur eine Coverversion und Daniel Benjamin ist auch kein One-Hit-Wonder. Der 26-jährige Stuttgarter hatte seine erste Band mit 14 Jahren, in der jetzigen Formation macht er seit 2003 Musik. Indie-Pop ist sein Metier. Und auch wenn dieser wie „Little Bird“ sehr einprägsam und eingängig sein kann, so ist er eher der Typ für die ruhigeren Töne. Nach einem flotten Beginn, ist spätestens beim vierten Titel „The Iron Glove“ das Tempo raus. Herbststimmung macht sich breit, träge bahnt sich die Akustikgitarre ihren Weg durch die Stille. Dennoch klingt keinesfalls jeder Song gleich, gibt es da doch ein noisiges „Paint A Picture“, ein wehleidig klagendes „Afraid To Close“ oder das dramatische „In Gold We Trust“. Die Mischung stimmt durchaus, Daniel Benjamin hat keines dieser Indie-Pop-Alben gemacht, bei denen Gähnen angesagt ist. Die volle Punktzahl gibt es sicherlich für die Aufmachung: Beim Aufklappen springt eine wie von Kinderhand gebastelte Eule inmitten von Tannenbäumen und Sternen hervor. Eben echte Handarbeit. Wertung 7/10.