Cosmo Klein - Human Sony BMG / 105music VÖ: 11.08.2006
Auf den ersten Blick bzw. beim ersten Hören gewinnt man den Eindruck, dass es sich bei „Human“, dem zweiten Longplayer von Cosmo Klein um puren Mainstream handelt, was in gewisser Weise nicht falsch ist, dennoch muss man aber den erstaunlicherweise breitgefächerten Variationsreichtum der Stile in diesem Werk zur Kenntnis nehmen und das nicht nur rein im Hinblick auf die Musikstile, die dort vertreten sind. Teils soulig, bluesig, reggae-angehaucht, rockig und eher poppig mit fast zu stark in den Vordergrund tretenden Synthesizersounds. Dabei bewegt sich Cosmo Kleins Stimme zwischen sanft-einfühlsam bis rauh-markante Rockröhre. Balladen wechseln sich ab mit fetzigen Stücken, die auch mal eine verzerrte Gitarre ins Spiel bringen, wie etwa bei „You don’t know me“. Erwähnenswert ist desweiteren, dass es sich bei Cosmo Klein nicht nur um einen reinen Sängern, sondern selbsttätigen Songwriter handelt, der auch schon für andere Größen wie Ben, Gracia Baur und Sasha geschrieben hat. Tatsächlich stellt sich relativ schnell das Gefühl ein, dass es sich bei Cosmo Klein um eine Art revolutionärere Ausgabe von Sasha handelt. Soundtechnisch verwundert, dass es sich um eine deutsche Produktion handelt. Ein gewisser Vergleich mit Ronan Keating lässt sich ebenfalls herstellen. Was manchmal etwas zu manieriert erscheint, ist der oftmals in den Bereich der Kopfstimme abdriftende Gesang und die dazugehörigen Shoutings. Wertung 7/10.