Tatsächlich, da bellt wirklich jemand im Hintergrund. Ein Hund wird es nicht sein, komisch klingt es aber trotzdem. Zumindest wenn man es das erste Mal hört. So wie das gesamte Clinic Album beim ersten Hören komisch klingt. Allerdings auch nur, wenn man sich nicht viel Zeit nimmt. Hat man sich dann aber doch entschlossen, etwas mehr Zeit zu investieren, erwartet einen mit „Visitations“ ein ganz wunderbares und vor allem sehr unverkennbares Album. 80er Post-Punk, ein gehöriger Schuss The Velvet Underground und eine ganz eigene, eigenwillige Note. Ist es vielleicht der Gesang? Die unheimliche Atmosphäre des Albums? Obwohl: Zu „Visitations“ könnte man sogar tanzen, der Opener „Family“ mit seinem stampfenden Schlagzeugbeat und seinen schön verzerrten Gitarren böte sich da spontan an. Das Album ist aber nicht mehr ganz so gespenstig wie sein Vorgänger, „Winchester Cathedral“. Wie auch immer, Clinic sind zwar schwer zugänglich, werden aber mit Sicherheit eine der wenigen Bands sein, die den ganzen momentanen Post-Punk/Indie Hype überleben. Es lohnt sich also. Wertung 8/10.