„The Charm“ bezieht sich auf die englische Redewendung „Third time ist the charm“ („Aller guten Dinge sind drei“), erklärt Bubba Sparxxx den Albumtitel seiner Ende März auf dem Purple Ribbon-Label seines Rap-Kollegen Big Boi erscheinden Platte. Für Bubba, der im ländlichen Süden der USA aufgewachsen ist und erst im Hip Hop einen Ausweg aus dem öden Dorfleben und der damit verbundenen Perspektivlosigkeit fand, ging durch die Zusammenarbeit mit Big Boi und dem Vertrag mit dessen Label ein Traum in Erfüllung, da Big Boi zu seine Band Outkast zu den Künstlern zählen, die Bubba von der Musik überzeugten und dazu animierten, selbst Rapper zu werden. „The Charm“ ist sicher Bubba Sparxxx anspruchsvollstes Album. Es verbindet die Kommerzialität seines Debüts „Dark Days, Bright Nights“ mit dem selbstreflektierenden Tiefgang des zweiten Longsplayers „Deliverance“.
Die funkige Seite auf „The Charm“ wird dabei am besten durch die Timbaland-Prdouktion „Hey“ repräsentiert, einer Nummer, bei der die Regler auf Anschlag geschoben wurden und deren sparsamer Beat durch Blaskapelle und Sprechchöre rhythmisch akzentuiert wird. Im Text dazu feiert Bubba die schönsten persönlichen Augenblicke, die ihm das Leben bisher beschert hat. Ein weiterer Track mit Hit-Garantie ist „Ms. New Booty“, bei dem Bubba von den Ying Yang Twins unterstützt wird. Produziert von Mr. Collipack („Wait (The Whistle Song)“), hat die flotte Uptempo-Nummer jede Menge Arschwackel-Potential und somit allerbeste Aussichten, die neue Stripclub-Hymne zu werden. Auf „As The Rim Spin“ und „The Other Side“ zeigt sich Bubba Sparxxx von seiner nachdenklichen Seite, schaut darauf zurück, was er bisher erreicht hat und lässt alle Gegner wissen, dass sie ihm nichts anhaben können. Und auch die restlichen sieben Tracks können sich hören lassen. Drei könnte wirklich Bubbas Glückszahl werden. Anspieltipps: „Heat It Up“, „Ain’t Life Grand". Wertung 9/10.