Tour
14.08.2006 Köln, Live Music Hall
20.08.2006 Offenbach, Capitol
21.08.2006 Leipzig, Parkbühne
22.08.2006 Berlin, SO36
23.08.2006 Hamburg, Grosse Freiheit
Wer hätte gedacht, dass Ice-T mit Body Count noch einmal zurückkommt! Neun Jahre nach dem letzten Album „Violent Demise: The Last Days“, aber weit mehr als zehn Jahre nach den erfolgreichen Crossover-Zeiten, meldet sich der New Yorker Rapper, der in der letzten Zeit mehr als Schauspieler aufgefallen ist, zurück. Übrig geblieben von der alten Body Count Formation ist noch Gitarrist Ernie C, der Rest der Band wurde 2005 neu besetzt. Hört man das neue Album, scheint die Zeit jedoch stehen geblieben zu sein. Body Count klingen wie Body Count, roh wie bei „Judgment Day“, echter Crossover eben. Auch Ice-T scheint die kreative Pause der letzten Jahre nicht für eine Weiterentwicklung genutzt zu haben, sondern rappt mit alter Energie und Passion über „The Passion Of Christ“, „Dirty Bombs“ oder „Invincible Gangsta“. Der Sound klingt wie live abgemischt, und es würde nicht weiter auffallen, würde behauptet, die Songs seien in den 90ern entstanden. Musikalische Kreativität durfte aber sowieso wohl kaum bei „Murder 4 Hire“ erwartet werden. Ice-T macht das was er kann und schon immer konnte. Viele Fans werden nicht mehr darauf gewartet haben. Aber wer davon redet, dass früher alles besser war, bekommt hier sein Album und die Antwort darauf. Ein letzter Akt einer großen Karriere. Die Abschiedstour erfolgt im August durch Deutschland – die letzte Chance echtes Gangsta-Feeling zu schnuppern. Wertung 6/10.