Wer allzu viele verschiedenartige Lieder spielt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, keinen wirklichen eigenen Stil gefunden zu haben. Und es sich damit allzu einfach zu machen. Ein Problem, das auch die italienischen Rocker der Band Biderben haben. Da hat man gerade die Scheibe in den Player geschmissen und Punkrock-Klängen der Marke Sum 41 und Konsorten gelauscht, da beginnen die Jungs plötzlich zu Beginn des zweiten Songs zu brüllen und erinnern plötzlich an eine Nu Metal-Band. Und das ziehen die Stiefelländer auf „Out Of The Lies“ komplett durch. Verschiedenste Darreichungen des Rock´N´Roll wechseln sich hier im Sekundentakt ab. Eben noch Punkrock nach Art einer amerikanischen College-Band, jetzt Nu Metal und gleich noch ein bisschen Ska obendrauf. Sicherlich, so kommt während der Spielzeit keine Langeweile auf. Aber wo bleibt da die eigene Identität? So ganz lässt sich das Gefühl nicht abstreifen, dass die Herren verschiedene Bands unterschiedlicher Genres covern – und nicht, dass sie eigene Lieder spielen. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Schlecht gespielt sind die Songs wirklich nicht und auch nett anzuhören. Aber wer allzu verschiedenartige Tracks zu Gehör bringt, der hat eben seine eigene Identität noch nicht wirklich gefunden. Und das ist dann schon etwas beliebig. Wertung 5/10.