Mit der bereits zwölften Ausgabe setzt die Bar Lounge Classics Reihe wieder Maßstäbe. Nicht, weil hier Raritäten, Einzigartiges oder unentdeckte Perlen versammelt wären, sondern weil hier durchgängig und konsequent ein hohes qualitatives Level gehalten wird. Wenn sich die zwölfte Ausgabe der Bar Lounge Classics „Bossa Nova Edition“ nennt, so hält sich die musikalische Linie auch daran und fischt nicht in fremden Gewässern. Auf insgesamt 36 Tracks (Doppel-CD) kommen wir hier in den Genuss zeitloser Klassiker, aber auch neuer Kompositionen und Mixe, die mit ihrem warmen, analogen Sound auffallen und weitestgehend auf elektronische Elemente verzichten. Ob Louie Austen mit „Can’t Stop“, Juca Chaves („Take Me Back From Piaui“) oder Bebel Gilbertos „Cada Beijo“ (die Tochter von Bossa Nova Legende João Gilberto, hier im Thievery Corporation Mix): Der Sampler bildet Bossa Nova in Hochkultur ab. Dabei wird die Zusammenstellung ihrem Titel „Bar Lounge“ gerecht, da sie einen sanften Klangteppich für den Hintergrund erzeugt, das aber ohne belanglos oder unauffällig zu sein. Auch die Nummern von Nightmares On Wax („African Pirates“) und Nouvelle Vague („Let Me Go“) fügen sich überraschend gut ein, obwohl die beiden Gruppen nicht unbedingt dem Bossa Nova angehören. Weitere Highlights kommen von Jazzamor, Janice, My Private Stereo, Joyce & Johnny, Rodrigo Sanchez, Ive Mendes, Novalima, Ashby, Rodrigo Leao, Gazelle und Rosalia de Souza. Mit der Bar Lounge Classics seid ihr garantiert auf der sicheren Seite. Wertung 8/10.