Die Backyard Babies haben sich schon 1987 zusammengefunden. Auch wenn die üblichen Mitglieder-Wechsel und kurzfristiges „Von-der-Bildfläche-verschwunden-sein“ zwischenzeitlich den Entwicklungsfluss der vier „alten“ Schweden aufgehalten haben, so haben sie doch bis heute durchgehalten. 1991 debütierten sie mit „Something to swallow“ und können mittlerweile, nachdem letztes Jahr ein Live-Album erschien, mit ihrem neuen Produkt „People like people like people like us“ auf sechs Studienalben zurückblicken. Dabei scheinen sie den 80er Jahre Hardrock-Sound mit leicht verfeinerten Mitteln konserviert zu haben.Nicht zuletzt sind sie schon als Vorbands ihrer Helden AC/DC oder Motörhead, aber auch bei der Nu Metal-Band Puddle of Mud aufgetreten. Des weiteren sind sie beeinflusst von solch historischen Größen wie den Ramones, den Stooges und Social Distortion. Mit anderen Worten, sie bewegen sich absolut in der Grauzone zwischen allem, was Punk, Hardrock und Metal in der Geschichte hervorgebracht haben und lassen sich dabei keiner dieser Richtungen zuordnen. Die im Schnitt gerade mal 3 Minuten dauernden Songs und das abfällige Rausschreien der Lyrics sind für Punk signifikant, andererseits sind das Jaulen der Gitarren und die verzerrten Power-Riffs, die manchmal von cleanen Parts abgelöst werden genauso typisch für Hardrock. Besonders sticht der Einsatz einer Sirene in „Blitzkrieg Loveshock“ hervor und erinnert ein wenig an das Intro zu Black Sabbaths „Warpigs“. Der offensichtlich bewusst gewählte Hymnen-Charakter der Songs wirkt wie eine Hommage an die Fans, so dass man die pogende und headbangende Biertrinker-Fraktion fast leibhaftig vor sich sehen kann.Wertung 6/10.