Es ist noch möglich, dass Bands aus dem Nichts durch selbstgemachte Musik eigenhändig den Olymp des Rockgeschäfts erklimmen können. Die in Großbritannien im Oktober 2005 auf Platz 1 eingestiegene erste Single „I bet you look good on the dancefloor“ setzte dabei nur den ersten Meilenstein, ganz abgesehen von der im Mai noch eigens produzierten Demo-CD „Five minutes with the arctic monkeys“. Die beiden Gitarristen Alex Turner und Jamie Cook (wobei ersterer zugleich für den Gesang verantwortlich ist) hatten ihr Instrument gerade mal vor drei Jahren zu Weihnachten geschenkt bekommen und danach ihre musikalischen Fähigkeiten mit dem notwendigen Ehrgeiz dermaßen perfektioniert, dass sie nunmehr auf einer Welttournee unterwegs sind, die sie auch nach Deutschland führen wird. Eine Menge Tempowechsel, zumeist abgehackte Rhythmen, fetter Basssound, einen Schuss Ska und eine schnoddrige Stimme sind dabei die Hauptzutaten, neben vielen weiteren Geschmacksverstärkern, die das Dargebotene insgesamt als einen mit den Ohren zu verschlingenden Hörgenuss des Post-Punk erscheinen lassen. Die zweite Single „When the sun goes down“ ließ daher auch nicht lange auf sich warten. Nunmehr liegt das Debüt-Album mit dem anarchisch klingenden Titel „Whatever people say I am, that’s what I’m not“ vor, auf dem oben genannte Gitarristen durch Andy Nicholson am Bass und Matt Helders am Schlagzeug komplettiert werden. Wertung 7/10.