Angra ist der Name der Göttin des Feuers in der brasilianischen Mythologie. Seit 1991 firmiert unter diesem Namen aber auch eine Power Metal-Band. Zum fünfzehnten Geburtstag legen die Herren aktuell „Aurora Consurgens“ vor. Ein Album, dass puristisch orientierte Power Metaller sicherlich erfreuen wird. Über die ganzen zehn Songs spielen Angra klassischen, überwiegend in mittlerer Geschwindigkeit angesiedelten Power Metal. Eingängige Refrains, schöne Melodielinien, atmosphärische Parts, ordentliche Heavy-Riffs – die Jungs verstehen ihr Handwerk. Was jedoch fehlt, ist das absolut Besondere, das Originelle. Ein Song etwa, der so richtig im Ohr hängen bleibt. Ein Lied, wie es die absoluten Spitzenvertreter dieses Genres wie Blind Guardian immer wieder aufs Neue zu schreiben verstehen. Um es kurz zu machen: Ein Track dieser Güte gelingt Angra auf „Aurora Consurgens“ nicht. Das ist natürlich einerseits kein Beinbruch. Denn die hier präsentierten Songs rocken alle schön und werden wie gesagt Power Metallern sicherlich zu gefallen wissen. Wer jedoch was richtig Originelles in diesem so viel gespielten Genre sucht, wird von dieser Scheibe enttäuscht. Wertung 5/10.