Der Pioneer des französischen HipHops ist zurück mit seinem vierten Soloalbum. Prägend aber war der Rapper der Formation IAM vor allem mit seiner Gruppe, „L'école du micro d'argent“ von 1997 ist noch heute ein Standardwerk für französischen und europäischen Rap. Auch wenn in Frankreich heutzutage andere Gruppen aus Paris den Ton angeben, so sind die Produktionen und Beats von Akhenaton nach wie vor einflussreich. Kaum ein anderer schafft es, soviel Musikalität und Tiefe in HipHop-Beats zu stecken. Das ist auch auf „Soldats de Fortune“ nicht anders, das nicht ganz so dunkel ausgefallen ist, wie noch der Vorgänger „Black Album“. Stattdessen liegt es viel näher an IAM, was auch daran liegt, dass seine Kollegen hier auf einigen Tracks wie „Cosca Crew Party“ und „Entre La Pierre Et La Plume“ vertreten sind. Akhenaton hat sich von seinem Majorlabel Virgin verabschiedet und releast wieder independent auf seinem eigenen Label 361 Records. Das wird wohl dazu führen, dass „Soldats de Fortune“ nicht mehr so in der Öffentlichkeit stattfindet, davon ungeachtet, ist ihm aber wieder ein Meisterwerk gelungen. Der Flow, die phantastischen Beats, das macht dem Altmeister so schneller keiner nach. Es ist ein Album das berührt und einem nahe geht, mit wundervollen Songs wie „Mots Blessés“ oder „Quand Ils Rentraient Chez Eux...“. In der limitierten Version geht es auf der zweiten CD „Face B“: noch vier Songs und zwei Videoclips, die man nicht missen sollte. Wie das ganze Album. Ganz großes Kino. Wertung 9/10.