Ganz ohne das ganze Medientamtam des letzten Jahres, die vielen Fernsehauftritte und den ganzen Hype um seine Person, erscheint ganz plötzlich und eher still das vierte Album des Feuilletonlieblings Adam Green. Musikalisch knüpft Green auch dann direkt da an, wo er mit „Gemstones“ aufgehört hat und klaut sich in seiner Funktion als postmodernes Chamäleon locker weiter durch die Musikgeschichte, wie er es schon so erfolgreich auf seinem letzten Album getan hat. Immer dezent selbstironisch, bedient sich der Ex-Moldy Peach gewohnt folkrockig und ohne irgendwelche Copyrights zu brechen, beispielsweise bei den Rolling Stones oder den Doors und spielt wahlweise mal den Rocker oder den klassischen Entertainer – die Melodien der fünfzehn Songs kommen einem auch irgendwie alle bekannt vor. Was auch noch auffällt: der Skandalanteil wurde zurückgefahren, Sex mit beinlosen Frauen gibt es nicht mehr und nur ein Lied wird diesmal diesem heiklen Thema gewidmet. Streicher werden übrigens auch wieder vermehrt eingesetzt. Zwar fällt „Jacket Full of Danger“ nicht ganz so überraschend aus, wie sich einige vielleicht erhofft hatten, aber in diesem Falle ist das mal absolut nichts Schlimmes. Wertung 7/10.