Ein trüber Samstagnachmittag irgendwann im Februar. Test-Hördurchlauf der neuen Action Action-Scheibe „An Army Of Shapes Between Wars“. Gähn, welchen Song habe ich denn erreicht? Du meine Güte, erst Track Nummer drei. Wer schon die Aktion gleich doppelt im Namen trägt, sollte sich auch wenigstens entsprechend verhalten und nicht zahnlos vor sich hin musizieren. Schnell noch einen Kaffee aufgestellt, sonst hat der Schlaf schon vor dem Ende der Platte gesiegt. Doch Moment, was ist denn das? Kaum aus der Küche zurück, registrieren die Lauscher ganz andere Klänge aus der Stereo-Anlage. Stimmt da was mit dem CD-Wechsler nicht? Nein, immer noch die gleiche Scheibe drin. Dann aber mal schnell die Lautstärke nach oben geschraubt und los gerockt! „Sleep Paralysis“ ist der vierte Song auf der CD und der erste, der richtig Spaß macht. Und der nachfolgende „The Game“ legt in Sachen Rock gleich noch mal eins drauf. So klingt Action! Ein trüber Samstagnachmittag, gefühlte drei Stunden später: Der Schlaf hat gleich gewonnen. Die beiden gelungenen Songs waren nur ein Zwischenhoch. Der Rest der Schiebe ertrinkt in abgefahrenen Electro-Spielereien und vor allem in Langeweile. Wenn nur alle Lieder so wären wie die beiden starken – ich wage den Gedanken nicht zu Ende zu denken. Und überhaupt, ich bin so müde. Wertung 4/10.