Irgendwie passt das Wortspiel im Namen der Band doch ziemlich gut zur musikalischen Beschreibung des neuen Absynthe Minded Albums, „new day“. Ob man das in Deutschland überhaupt sagen darf – ist Absinth hier nicht verboten? Wie dem auch sei, irgendwie klingen alle 16 Songs so schwebend und leicht, so wie man sich den Einfluss dieses alkoholischen Getränks vielleicht vorstellen könnte. Das Vision Magazin hat die Band mal als „Spitzen-Indierock für Individualisten“ bezeichnet, was eigentlich auch ganz gut passt. Denn das belgische Quintett interpretiert „Indierock“ eine Ecke extravaganter, avantgardistischer und schräger als viele andere zeitgenössische Bands. Hier findet sich alles bunt zusammengemischt nebeneinander: Trompeten und Violinen, Jazz und Blues, Doors-Reminiszenzen, Tango und Folkloreklänge. Dieser musikalische Facettenreichtum lässt sich vielleicht noch am ehesten mit den belgischen Landsmännern dEUS vergleichen. Zwar gelingt Absynthe Minded mit „new day“ ein spannendes Album, allerdings wäre ein „musikalisches“ weniger hier vielleicht doch etwas mehr gewesen. Wertung 6/10.