Ein Album, diverse Supportshows für bekannte Bands wie die Donots, die Mad Caddies oder Such A Surge sowie ein Auftritt bei Rock am Ring 2006. Die Karriere von 5 Bugs nimmt ordentlich Fahrt auf. Nun wagten sich die fünf Berliner an ihr zweites Studioalbum und setzen dabei wieder auf den bekannten Mix aus Rock, Punkrock und Emo. „Tomorrow I´ll Play God“ heißt der Longplayer und beinhaltet elf Songs, die mal hart, mal soft aber stets überaus melodisch daherkommen. Von Brettern wie „Order To Kill“ und „No One´s There“ bis zu gefühlvollen Balladen wie „The Air I Breathe“ oder dem akustischen „Just Another Tragic Story“, hier kommen Fans von Punk und Emo voll auf ihre Kosten. Dazu kommen toll arrangierte Melodien sowie die kraftvolle und sehr emotionale Stimme von Sänger Chris Dumhard, die echtes Ohrwurmpotenzial garantieren. „Tomorrow I´ll Play God“ ist aber nicht nur ein Werk, dass auf musikalischer Ebene zu überzeugen weiß. 5 Bugs brillieren darüber hinaus durch unglaublich intelligentes Songwriting. Besonders herauszuheben ist der Anti- Kriegs-Song „Order To Kill“, in dem zum Ende eine Kinderstimme bittet die Waffen niederzulegen und aus den Fehlern der Geschichte zu lernen. Mit „The Great Escape“ wagt die Band einen weiteren politischen Rundumschlag. Auch individuelle Themen wie gescheiterte Beziehungen („Just Another Tragic Story“) oder einfach ein abstrakter Abriss der Bandgeschichte („Living The Limits“) bringen 5 Bugs zur Sprache. 5 Bugs haben mit ihrem zweiten Album einen absoluten Volltreffer gelandet. Das Album ist unglaublich kurzweilig. Es ist schnell, hart und trotzdem manchmal mit gebremstem Schaum an den richtigen Stellen. Ein einziger Wehmutstropfen: das Ganze ist nach rund 35 Minuten bereits vorbei… Schade eigentlich. Wertung 9/10.