Drei Alben in drei Jahren, eine eindrucksvolle Bilanz ist das schon. Schon alleine deshalb nimmt man die Berliner nicht mehr als junge Band wahr, auch der Toursupport für HIM tat sein übriges. Das Rezept, sowohl mit deutschen wie auch englischen Texten anzutreten, bleibt auch auf „Blind Camera“ erhalten, wobei das Englische aber doch überwiegt. Auch bleibt es bei dem allgemein gut zugänglichen Mix aus Gothic und Alternative, nicht zu hart darf es sein und radiotaugliche Melodien bilden das Gerüst. Das ist einerseits der Vorteil von Zeraphine, schnell gewöhnt man sich an der Sound, allerdings bleibt so vieles wage, die Eindeutigkeit fehlt, das Profil. Eben moderner Gothic-Rock, der keinem weh tut und in erster Linie für große Emotionen sorgt. Wertung 6/10.