Was ist der einfachste Weg für ein Label ein Album herauszubringen? Man spielt es einfach selbst ein. Ganz so war der Gedanke bei Western Addiction wohl nicht, aber alle vier Mitglieder arbeiten bei Fat Wreck. Dabei klingt die Fat Wreck „Hausband“ eigentlich gar nicht typisch für das Label, ab in die 80er, Hardcore und Punk, rau und ungeschliffen, Texte mit Message. Die Band, die bisher eine Single und eine EP releast hat, und aus San Francisco kommt, erinnert ein wenig an Radio baghdad oder auch an die Labelkollegen Good Riddance. Die Songs brauchen bei Western Addicition wenig Strukur, die Gitarren bahnen sich ihren Weg, die Texte werden rausgebrüllt, meist ist ein Song so in weniger als zwei Minuten beendet, die Hardcore Roots sind spür- und hörbar. Herausgekommen sind dabei aber auch durchaus Songs, die eingängig einschneidend in Erinnerung bleiben wie „Animals and Children“. Nach rund 20 Minuten ist dieses Album allerdings schon wieder um, macht aber nichts, denn „Cognicide“ ist einfach zeitlos gut und direkt auf den Punkt gebracht. Wertung 8/10.