Der Kopf des New Yorker Quartetts „Walking concert“ Walter Schreifels ist kein unbeschriebenes Blatt, spielte er doch Ende der 80er Jahre bereits bei „Gorilla Biscuits“, in den 90ern bei „Quicksand“ und schließlich Anfang 2000 bei „Rival Schools“. Den Musikstil hat er dabei stets gewechselt und geriet vom Hardcore über Punk nun hin bis zum Indiepop. Wäre er nicht Amerikaner, könnte man auch von Britpop sprechen. Das gerade mal 32 Minuten dauernde Album „Run to be born“, welches unweigerlich an den Anfang der 70er Jahre von Bruce Springsteen für dessen Platte gewählten Titel „Born to run“ erinnert, wobei eine irgendwie geartete Nähe der beiden Künstler nicht erkennbar ist, beinhaltet 14 Tracks, die durch ihre eingängigen Melodien bestechen. Die etwas melancholisch-klagende und gequält klingende Stimme nimmt den Songs jedoch etwas den Drive. Ungewöhnlicherweise wurde das Album bereits vor einem Jahr in Amerika veröffentlicht, bevor sich nun das neue Hamburger Label devilduckrecords einer Neuauflage hier in Deutschland angenommen hat. Wertung 6/10.