Verloren in der Welt, mitten in Berlin, gefunden von der 2raumwohnung um Inga Humpe und Tommy Eckhardt, wo auch immer die 28-jährige Toni Kater jetzt ist, sie ist mit ihrem Album da. Zwischen Berliner Großstadtschluchten und der Flucht nach Ibiza, zwischen Electro und Songwriter-Perlen, zwischen verträumter Poesie und harter Realität, „Futter“ ist vor allem ein Album, das eine Suche widerspiegelt. Der Opener „Tiger deiner Berge“ beginnt da mit südlichem Flair, doch zurück auf den Boden und ins Weite Berlins führen die weiteren Songs. Nicht alles trifft dabei in die Mitte, bei einem „Warum“ bleibt auch lediglich ein Fragezeichen zurück, die restliche halbe Stunde harmoniert jedoch mit der ausgerufenen Suche. Ein kurzweiliges Abenteuer, dass es schafft Sehnsüchte zu wecken und doch am ganz großen Traum scheitert. Deutscher Pop hat seinen Platz, das macht Toni Kater hier klar. Wertung 7/10.