Weg war er eigentlich nie aus dem Fokus, doch präsent war er auch nicht. Die letzten Outputs des Frankfurter Rappers liegen lange zurück, in den 90ern war er mit Konkret Finn eine Größe. Doch an Größe scheint er nicht eingebüßt zu haben, zumindest die Featureliste seines Albums deutet dies an, u.a. J-Luv, Xavier Naidoo, Azad und Bintia sind auf „Zukunftsmusik“ dabei. Dunkle, bissige Beats, und geschliffene, scharfe Raps prägen die 17 Tracks, der typische Frankfurter Sound eben. Eins wird schnell klar, Tone besitzt immer noch seinen Flow und das Album ist technisch sehr anspruchsvoll. Für Auflockerung sorgen die Soul-Elemente, die sich schon alleine durch die Features ergeben haben. Überraschender sind dagegen orientalische Sounds und türkische Raps wie auf „Tanz für mich“ feat. Düs-Man. Überhaupt hält sich Tone nicht mit Konventionen auf, so wird „Süßes Gift“ mit klassischem Opern-Gesang abgerundet. Keine Überraschung ist es dagegen, dass Battle das zentrale Thema des Albums ist, auch wenn man merkt, dass Tone reifer und entspannter geworden ist. So wirken viele Passagen nachdenklich und nachdenken muss man auch selber oft um die Aussagen zu verstehen. Deutschrap ist nicht tot zeigt Tone hier eindrucksvoll. Wertung 8/10.