Die Strays sind eine Kollaboration der beiden in Nashville ansässigen Songwriter Matthew Ryan und Neilson Hubbard. Dabei könnten die beiden eigentlich gar nicht unterschiedlicher sein. Erinnert Ryan mit seiner rauen und gebrochenen Stimme an Leonard Cohen, steht Hubbard mit seiner eher klaren und leichten Stimme dazu im totalen Kontrast. Es ist gerade dieses Spiel der beiden kontrastierenden Stimmen, dieses Schwanken zwischen Hoffnung und Verzweiflung, welches den Reiz der neun Songs ausmacht. Das Ergebnis dieser musikalischen Zusammenarbeit sind leise, bedächtliche und sehr intensiv klingende Popsongs. Häufig werden diese noch von elektronischen Loops unterlegt, was den Songs trotz ihres folkigen Einschlags einen Hauch von Modernität und Urbanität verleiht. Auf einer beiliegenden DVD ist jeder der Songs in Zusammenarbeit mit jungen Filmemachern verfilmt worden. Dabei schaffen es die Filme gekonnt, die Atmosphäre der Songs in das Medium Film zu übertragen, sie durch das visuelle Erlebnis sogar noch zu intensivieren und so den Liedern eine weitere Bedeutungsebene hinzuzufügen. Höhepunkt (musikalisch wie cineastisch) ist das episch anmutende „For Blue Skies“. Wertung 7/10.