Alle gucken derzeit auf Mars Volta, alle erwarten wieder Großes von dem At The Drive-In Spin-Off. Omar Rodriguez-Lopez und Cedric Bixler-Zavalas haben sich auch wieder mächtig ins Zeug gelegt um den Ansprüchen der Avantgardisten gerecht zu werden. Fünf Akte werden auf dem zweiten Album der Band dargeboten, das macht auf der CD 12 Tracks. Und tatsächlich sollte man bei „Frances The Mute“ weniger von Songs sprechen als vielmehr als von einem mehr oder weniger homogenen Fluss voller Verflechtungen und Komplexität. Klar kann man da den einen oder anderen Song herausstellen und als Single präsentieren, der ideelle Wert liegt hier aber im ganzen Album. Exploriert wird das Ganze mit verschiedenen Gastmusikern, so gibt u.a. John Frusciante (Red Hot Chili Peppers) seine Künste zum Besten. In der Summe kommt man so auf fast 77 Minuten Musik, die sich in sämtlichen Feldern des Rock breit macht. So verschieden (und genial zusammengestellt) die Zutaten auch sein mögen, das Album hält immer seine Linie und den Mars Volta Sound, ist jede Sekunde aufregend neu und kann jederzeit überraschen. Stellenweise kann man die Tracks, die erstmals von Omar produziert wurden, fast als Soundcollage bezeichnen. Inhaltlich finden sich noch die Einflüsse des verstorbenen Jeremy Ward. Natürlich muss man dieser Art von Musik auch den Platz zur Entfaltung bieten, wer dazu bereit ist kann derzeit kein besseres Werk erwerben. Wertung 10/10.