Vom Hardcore ist Victory Records längst weg, aber auch im Emo ist das Erfolgslabel immer wieder für Überraschungen gut. Auch The Junior Varsity aus Illinois ist keine Band die befürchten muss in der Masse unterzugehen, denn Indie-Pop gepaart mit Emo und britischem Sound gibt es nicht allzu oft. Das Quintett um Asa Dawson schreibt vor allem bewegende Songs mit Gefühl, ohne dabei zu seicht zu klingen. Es ist das Songwriting, das hier den gewissen Unterschied macht. The Junior Varsity verstehen es den Songs Tiefe und Profil zu verleihen, 08/15 Strukturen findet man hier nicht. Trotzdem spielt die Band nicht in der ersten Liga des Indie-Pops, denn erstens sind sie immer noch zu amerikanisch und zweitens zu jugendlich. Das wiederum schlägt die Brücke zum Emo-Publikum und hier werden sie mit ihrem Album „Wide Eyes“ wohl auch langfristig ihren Platz finden. Wertung 7/10.