„Wenn es auch nur einen Funken Gerechtigkeit auf dieser Welt gibt, dann werden The Holy Ghost am Ende des Jahres in aller Munde sein“, berichtete das englische Magazin Losing Today kürzlich allzu euphorisch über The Holy Ghost und deren drittes Album „Welcome To Ignore US“, das jetzt hier veröffentlicht wird. Diese Vorschußlorbeeren können leider nicht ganz geteilt werden, irgendwie drängt sich vielmehr der Eindruck auf, dass hier versucht wird, den nächsten großen Hype aus New York zu kreieren. Zwar ist „Welcome To Ignore US“ ein sehr eigenständiges und streckenweise auch aufregendes Indierock-Album, das musikalisch sehr variabel ist und viele verschiedene Einflüsse aufweist (70ties, Blues, RocknRoll, NewWave, Postpunk), aber irgendwie überzeugt keiner der zwölf Songs richtig und Höhepunkte sucht man vergeblich. Erinnern tut „Welcome To Ignore US“ an Bands wie White Stripes oder Girls Against Boys, die durchweg dissonanten Gitarren werden unterlegt mit dem hypnotischen Gesang von Christopher Dean Heine. Ob die Band das Potenzial besitzt mit „Welcome To Ignore US“ richtig groß rauszukommen, bleibt abzuwarten. Die Aufforderung im Titel sollte man aber ignorieren und sich dieses Album zumindest einmal anhören. Wertung 6/10.