Metal trifft auf Hardcore, an sich keine seltene Mixtur, aber in der Brachialität, in der sie von The Anti Doctrine vorgetragen wird, dann doch. Ein Schuss Death Metal mag in den scharfen Gitarren-Riffs stecken, trotzdem lässt sich die Band aus Düsseldorf eher dem Alternative-Sektor zuordnen. Ein wenig erinnern sie an die mittlerweile verblichenen Glassjaw. Ein dichter Sound, vertrackte Arrangements und viel kontrollierte Gewalt sind auf dem 13-Track Debütalbum „A Worldwide Elite And Its Downfall“ zu finden. Das Ganze ist durchweg hochklassig in Szene gesetzt, auch wenn vereinzelt Spannungsmomente fehlen und sich die Schemata gleichen. Beweisen konnte sich die Band bereits vor den Großen, so spielten die Düsseldorfer den Toursupport von Soulfly (damals noch unter dem Namen Straight). Diese Erfahrung merkt man dem 60-Minuten Album an, andererseits verfügt es aber noch nicht über die Reife eines zweiten Albums. The Anti Doctrine sind aber auf dem richtigen Weg und könnten sich als eigenständige Band etablieren. Wertung 6/10.