Nach dem riesigen Erfolg ihres selbstbetitelten Debütalbums in den USA und dem Soundtrackbeitrag zu dem Film „American Wedding“, erscheint jetzt das zweite Album der All-American Rejects aus Stillwater/Oklahoma, „Move Along“. Die Teenageangst, so präsent auf dem selbstbetitelten Debüt wurde hier etwas zurückgenommen und durch eine gewisse Ernsthaftigkeit ersetzt, textlich dreht sich nicht mehr alles nur um die Ex-Freundin von Sänger Tyson Ritter. Auf den Drumcomputer wurde in diesem Sinne ebenfalls verzichtet. Die zwölf Songs auf „Move Along“ sind allesamt sehr, sehr eingänglich, Emo-Collegepop mit schönen Melodien, wie er massentauglicher nicht sein könnte und dementsprechend absolut kompatibel mit jeglichen Radio- und Musiksendern. Charttaugliche Songs finden sich hier genug, gleich die erste Singleauskopplung „Dirty Little Secret“ dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit schon ein riesiger Erfolg werden. Doch damit ist man auch schon beim Problem von „Move Along“ angelangt, denn ein paar Ecken und Kanten und ein bisschen mehr Härte hätten dem Album sicher nicht geschadet. So aber ist es viel zu poppig und charttauglich ausgefallen und kommt leider fast komplett ohne Höhepunkte aus. Trotzdem dürfte „Move Along“, das in den USA direkt in die Top 10 eingestiegen ist, wohl schnell zum Lieblingsalbum aller amerikanischen Collegestudenten/-innen werden. Wertung 5/10.