Wer bei Tango Crash auf Tango schließt sollte auch das Crash im Namen nicht überlesen. Denn herkömmlicher Tango ist das, was das internationale Duo auf seinem zweiten Album abliefert, keineswegs. Es ist eine Paarung mit elektronischer Musik und vielen weiteren Einflüssen, insbesondere dem Jazz. Neben Daniel Almada (Klavier) aus Basel und Martín Iannaccone (Cello) aus Berlin waren noch zahlreiche weitere Musiker an dem Album beteiligt, darunter auch Saxophonist Rodrigo Dominguez aus Buenos Aires. Herausgekommen sind geheimnisvolle dunkle und tiefe Stücke, dicht verwoben und sich nur langsam entfaltend. Wer hier tanzbare Kost erwartet ist definitiv falsch am Platz, dafür kann man aber ein interessantes, spannendes Album erwarten, das sich abseits gängiger Normen bewegt. Wertung 8/10.