Sechs Alben und über 10 Jahre, die Geschichte von Such a Surge scheint schon fast eine never ending story zu sein. Das Überraschende daran ist, dass man nie weiß was mit dem neuen Album kommt, nach dem noisigen Indie-Rock von „Rotlicht“ geht es jetzt wieder back to the roots und es wird metallisch gerockt. No Electro, no HipHop und keine französischen Texte, die Marschroute ist klar. Aber auch wenn Such a Surge nach langer Zeit Sony verlassen haben ist „Alpha“ mit neuem Gitarristen Lutz Buch kein Neuanfang. Es ist ein Fahrt in die Anfangstage der Braunschweiger ohne Altes zu kopieren. Trotz aller Härte ist das Album kein einziges Brett und auch Gefühle haben ihren Platz, so auf „Alles was mir fehlt“, das sogar mit Geigen untermalt ist. Da muss man einfach an „Under Pressure“ denken. Für den Mosh ist „Instant Replay“ geschrieben während ein „Mein Tag“ dann wieder ungezwungene Lockerheit verbreitet. „Alpha“ ist zwar straight aber dennoch nicht einfach gestrickt. Und nicht zuletzt bei den Texten sollte man genauer hinhören, aber das kennt man ja von Surge. Auch wenn die Fans der ersten Stunde dieses Album lieben werden, dem großen Erfolg ist es nicht dienlich. Aber den haben Such a Surge in der Vergangenheit ja auch schon ausgiebig genossen. Wertung 8/10.