Wer sich jetzt über ein neues Strike Anywhere Album mit neu geschrieben Songs gefreut hat, muss gewarnt sein, denn auf „To Live in Discontent“ findet sich kein einziges neu geschriebenes Stück, sondern lediglich Outtakes, Coverversionen, eine alte 7´ und die Wiederveröffentlichung der schon vergriffenen „Chorus of One“ EP. Diese wäre der einzige Grund, den Kauf dieser Zusammenstellung zu rechtfertigen, denn die „Chorus of One“ EP gehört definitiv mit zum besten was Strike Anywhere je veröffentlicht haben – alle anderen Songs leider nicht. Die Gorilla Biscuits, Dag Nasty und Cock Sparrer Coverversionen sind nett, genauso wie die Outtakes der „Exit English“-Session und die „Bread or Revolution“ 7´, wirklich vom Hocker reißen tun diese aber nicht. Natürlich gibt es auch hier die so typische und unnachahmlich energetische, positive und melodische HardcorePunk-Mischung, allerdings sollte man doch eher auf eines der „richtigen“ Alben zurückgreifen, um in den vollen Genuss der musikalischen Fähigkeiten der Band aus Virginia zu kommen; „Change is a Sound“ würde sich da spontan am ehesten anbieten. Wirklich nur was für Sammler und DieHard-Fans von Strike Anywhere. Schade. Wertung 6/10.