Schon Artwork und Titel des fünften Soulfly Albums in sieben Jahren macht klar, es ist das dunkelste, härteste und straighteste Werk der Band um Max Cavalera. Der Sound geht zurück zu seinen Ursprüngen bei Sepultura, ein bisschen fängt das neue Album den Oldschool-Vibe von „Chaos A.D.“ ein. Von einem Rückschritt kann man dabei jedoch nicht sprechen, „Dark Ages“ ist zwar kompromissloser und brachialer als das was man zuvor in der Soulfly Ära zu hören bekam, es verzichtet aber trotzdem nicht auf Einflüsse unterschiedlicher musikalischer Kulturen. Schon im Intro schimmern Klänge zwischen Tribal und orientalischen Städten durch, später geht es auf „Bleak“ nach Istanbul. Auf „Molotov“ holt sich Max Cavalera Unterstützung von S.O.D.'s Billy Milano und demonstriert dabei wie auf dem symbolischen Titel „Arise Again“ Härte, während „Riotstarter“ dagegen wieder durch Percussion und Tribal Elemente dominiert wird. In über einer Stunde bleiben so immer wieder Passagen zum verschnaufen, insgesamt zeigt „Dark Ages“ aber wo der Metal-Hammer hängt. Rechnen konnte man damit nicht und so ist Soulfly eine der größten Überraschungen des Jahres gelungen mit einem Album das in jeder Hinsicht Maßstäbe setzt. Wertung 10/10.