Sons and Daughters sind die nächste Überraschung aus Glasgow. Als wenn es davon nicht schon genug gegeben hätte, denn mittlerweile kann man die guten Bands aus dieser Stadt im Herzen Schottlands schon gar nicht mehr alle aufzählen: Arab Strap, Belle&Sebastian, Life Without Buildings, Snow Patrol, Franz Ferdinand und jetzt eben auch Sons and Daughters. Und es spricht nichts dagegen, dass die Band ebenso erfolgreich wie die meisten ihrer Mitgefährten werden kann. Aufgenommen im legendären Studio von Conny Plank in Köln, wo schon Brian Eno und Kraftwerk produziert wurden, bietet „The Repulsion Box“, frischen, unverbrauchten und energetischen Indierock, der ziemlich schwer einzuordnen ist. The Velvet Underground? The Smiths? Nick Cave? Von allem ein bisschen und doch von keinem etwas. Prägend für „The Repulsion Box“, das Debütalbum von Sons and Daughters, ist das stetige Duett zwischen Adele Bethel und Scott Paterson, die beide mit ihren markanten und ausdrucksstarken Stimmen dominieren. Musikalisch lebt das Album von seiner Spontaneität, die dem Album etwas erfrischendes und mitreißendes verleiht. Am besten macht sich das bei den beiden Highlights bemerkbar, „Monster“ und „Rama Lama“. Tanzen kann man zu „The Repulsion Box“ auch sehr gut. Leider überzeugen nicht alle Songs, einige wirken einfach zu unausgereift und stören den guten Gesamteindruck des Albums etwas. Das wird die Band allerdings nicht davon abhalten erfolgreich zu sein. Wertung 7/10.