Heiß erwartet und oft verschoben ist es da, das Werk das die Rockwelt erschüttern soll. In einer Zeit wo sich Korn, Limp Bizkit, P.O.D. und andere „New Metal“ Größen nicht vom Mainstream abbringen lassen, hoffen alle Rockliebhaber auf Akzente aus dem Hause System of a down. Und die bekommen sie auch. Gitarrist Daron Malakian, Sänger Serj Tankian, Bassist Shavo Odadjian und Drummer John Dolmayan haben vier Jahre nach „Toxicity“ so viele Stücke geschrieben, das in sechs Monaten gleich das nächste Album „Hypnotize“ veröffentlicht werden wird. Bis dahin zeigt sich die Mitte der 90er in Californien gegründete Gruppe musikalisch freizügig und wie immer auf dem schmalen Grad zwischen Genie und Wahnsinn. Die abgefahrene Single „B.Y.O.B.“, Polka auf „Radio/Video“ oder die klare Aussage „This cocaine makes me feel like i'm on this song“. Berührungsängste gibt es auf dem Album nicht und findet man dann auch mal Electro-Anleihen vor „Old School Hollywood“. Alles in allem weichen System of a down auf „Mezmerize“ aber auch nie zu weit vom Weg ab, sie behalten ihren typischen Sound, verbinden klassischen Metal mit New Rock Elementen und bleiben dabei immer stilistisch sicher. Die Faszination hält aber nur 11 Songs und damit eine gute halbe Stunde, da muss man wohl jetzt schon aufs nächste Album warten. Wertung 9/10.