Indie-Pop aus Wiesbaden, zuletzt haben Readymade ihn vertreten. Jetzt sitzt deren Zac Johnson bei Scut hinter den Reglern und sorgt für den richtigen Klang auf dem Debütalbum „Never got tatooed“. Scut haben einst den Titel als beste „Indie-Vorband“ erhalten, nun, mit den 10 neuen Songs haben sie das Zeug jetzt auch mal als Hauptband zu spielen. Schwermütiger, melancholischer Gesang, Geigen, sphärischer Sound und langsame Gitarren, kurzum verträumte Musik machen Markus, Samel, Regine und Rainer. Alle Songs treffen sofort ins Herz, große Unterschiede findet man so aber auch nicht vor. Positiv kann man daher anmerken, dass „Never got tatooed“ eine Platte wie aus einem Guss ist, die knapp 40 Minuten kann man ohne Pause und mit großer emotionaler Aufladung durchhören. Dennoch fehlen hier die großen Highlights, Höhepunkte oder Momente, die in Erinnerung bleiben. Wer aber sowieso nichts mit Effekthascherei anfangen kann wird mit Scut und diesem wundervollen Album glücklich. Wertung 7/10.