Das vierte Album ist es schon, dass Christopher von Deylen als Schiller vorlegt. Das Konzept ist wieder so denkbar einfach wie erfolgreich, seine atmosphärischen Sounds treffen auf die Stimmen bekannter oder wenig bekannter Musiker. Auf den 19 Tracks von „Tag und Nacht“ sind es u.a. Thomas D., Mike Oldfield, Kim Sanders oder Jette von Roth, die die treibend-schwebenden Electro-Synthie Sounds begleiten. Die oft mit Pathos vorgetragenen und eher biederen Klangwelten sind natürlich nicht jedermanns Sache, die Musik von Schiller geht nicht die Tiefe, sie unterhält mit einfachen Mitteln und entspannt. Spannende Momente sind dagegen selten zu finden, mag aber auch nicht die Intention von Christopher von Deylen sein. Loslassen und fallen lassen, mit „Tag und Nacht“ kann man sich treiben lassen und muss keine Untiefen befürchten. Electro für die Massen. Wertung 6/10.