Victory Records kann auch noch in Hardcore, das beweisen fünf Jungs aus Südkalifornien. 2000 gegründet haben Scars Of Tomorrow schon zwei Alben bei Thorp Records und eins bei Victory released. Newcomer sind sie also keinesfalls mehr und das hört man auch „The Horror Of Realization“ an. Im Gegensatz zu andere Bands des Hardcore oder Metalcore Genres geht das Quintett beim Songwriting wesentlich diffiziler zu Werke und bedient nicht die üblichen Schemata. Düster, brachial und emotional, so lässt sich ihr Sound beschreiben, der Rest sind Variablen. So findet man ein extrem langsames, verspieltes „Ssnova“ oder eine feurige Moshpit-Mischung mit Sänger Alex Varkatzas von Atreyu auf „The Hidden Grudge“. Man kann andersherum allerdings nicht erwarten, dass jeder der 11 Songs Akzente setzt, „The Horror Of Realization“ ist ein Hardcore-Album, wenn auch ein vielseitiges. Wer ein hartes Album mit etwas mehr Gefühl sucht wird bei Scars Of Tomorrow fündig. Wertung 8/10.