Die Rock-Musik ist ein Genre, in dem unheimlich viel Potenzial für Weiterentwicklungen steckt. Und in dem unglaublich viele Bands immer neue Ideen verwirklichen, auch wenn sie (noch) keinen Plattenvertrag besitzen. Ihr glaubt das nicht? Dann hört euch „Lost Transmission“, das Demo von r.u.s.t., an. Auf dieser Platte treffen Dream Theater-Soli auf melodische Rock-Grooves und diese auf Master Of Puppets-artige Metalica-Riffs. Hier trifft melodischer Gesang auf verzweifelte Vocals. Interessant? Ja, immer. Auch beim x-ten Hördurchgang haben sich die Ideen dieser Band noch nicht in Gänze erschlossen. Allerdings: Die Jungs überfrachten viele ihrer Songs, haben Schwierigkeiten auf den Punkt zu kommen. Zudem genügt die Produktion nicht dem allgemeinen Standard, was sich aber durch die Aufnahme in einem Jugendzentrum von selbst erklärt. Und diese Produktion trägt sicher auch dazu bei, dass der Gesang an so manchen Stellen aus dem positiven Gesamtbild der Band heraus fällt. Live klingt Sänger Andreas Berkes jedenfalls besser. Apropos: Auf der Bühne funktioniert diese Musik überhaupt ausgezeichnet! Fazit? Die Kritik beinhaltet nichts, was sich nicht noch verbessern ließe bzw. durch eine ordentliche Produktion von selbst erledigt. Raum nach oben ist zwar noch vorhanden - das wichtigste für eine gute Band bringen r.u.s.t. aber mit: Eigene Ideen und den Mut, diese umzusetzen! Wertung 5/10.