Manchmal ist es ja erst ein Film der Trends auch nach Übersee transportiert. Und so dürften die meisten Europäer erstmals durch „Rize“ mit dem Krumping in Verbindung kommen, dem Tanzstil, der derzeit die HipHop Szene in Los Angeles von innen erneuert. David LaChapelle bringt in seinem ersten Film das Krumping auf die Leinwand, ganz ohne Erfahrungen ist allerdings nicht, inszenierte der Star-Photograph doch schon einige Videoclips. Der zugehörige Soundtrack ist eine Mischung aus Underground und Upperclass geworden, trifft doch Flii Stylz, der einen Großteil des Soundtracks produzierte, auf Christina Aguilera. Im Gegensatz zu den harten Beats und Raps von Flii Stylz, Dizzee Rascal, Planet Asia oder Dap fällt die Ballade „Soar“ schon gehörig aus dem Rahmen, ohne jedoch störend zu wirken, Aber auch sonst gibt es Auflockerungen, The Edwin Hawkins Singers zum Beispiel mit ihrem Gospel oder Five Blind Boys of Alabama, es ist eben ein Filmsoundtrack. Klar wird das spätestens beim letzten Track, dem „Rize Score Suite“. Meist schaffen es „HipHop“-Soundtracks nicht sonderlich gut zu überzeugen, doch bei Rize ist das anders, weil das Konzept stimmt. Große Namen braucht dieser Soundtrack nicht, obwohl er sie hat, er hat aber vor allem ungebündelte, rohe Energie, eben das, was auch das Krumping ausmacht. Wertung 9/10.